SolarBioproducts Ruhr

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Laboratorium Herne

In Zusammenarbeit mit der AG Photobiotechnologie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entstand die Idee zum Aufbau eines Instituts in Herne, das dem relativ jungen Ansatz der Erforschung biochemischer Prozesse der Erzeugung von Wasserstoff unter Lichteinfluss Spielraum für Anwendungsentwicklungen gibt.

Für die dreijährige Aufbauphase wurde ein Projektbüro am Standort Herne eingerichtet, das im IGZ Innovationszentrum angesiedelt ist und von PRO|transfer unterstützt wird.

Derzeit führt SolarBioproducts Ruhr eine Machbarkeitsstudie durch: Geprüft werden die Erschließung neuer Anwendungsfelder für innovative und umweltfreundliche Algen-Produkte, die Gewinnung von Industriepartnern und Details zur Organisation, aber auch die Finanzierung und die Evaluierung der baulichen Anforderungen eines Laboratoriums am Standort Herne.

Bei positiven Ergebnissen soll das Projekt zu einem wissenschaftlichen, forschungsorientierten Kompetenzzentrum führen. Bestehende Forschungsprojekte können so intensiviert und neue Forschungsfelder erschlossen werden. Im Fokus stehen dabei die Entwicklungen umweltfreundlicher und ressourcenschonender high-value products und deren industrielle Anwendungsmöglichkeiten.

Aufgrund der schnellen Verkehrsverbindung durch die Campuslinie zur RUB bietet sich Herne als Institutsstandort an. Ein eigenständiges wissenschaftliches Institut würde Forschung, Entwicklung und Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs nach Herne holen.

sbp grafik


 

Forschungsfeld Algen

Was haben Algen mit Sonnencreme und pharmazeutischen Produkten zu tun? Und warum können Algen die Treibhausgas-Emissionen, z.B. von Flugzeugen, positiv beeinflussen?

Algen assoziiert man meistens mit Strand und Meer, aber auch mit Lebensmitteln wie z.B. Sushi. Von den geschätzten 280.000 Algenarten sind bisher nur rund 40.000 bekannt. Unterschieden werden sie in Mikro- und Makroalgen. Während Mikroalgen nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind, können Makroalgen bis zu 100 Meter lang werden. Viele Algen sind sehr vitaminreich und somit als Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel von Interesse. Aus Mikroalgen können aber auch Fettsäuren wie z.B. Omega-3 und Farbstoffe wie Carotinoide gewonnen werden. Diese finden vor allem in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie Anwendung. Doch Algen können noch viel mehr.

In verschiedenen internationalen Forschungszentren beschäftigen sich Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten mit der Erforschung von Algen für nützliche Anwendungen. Braunalgen können wegen des hohen Jodgehalts bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden. Auch die Blaualge Spirulina ist für die Mediziner sehr interessant, da ein Wirkstoff in ihr nachgewiesen wurde, der vor Lippenherpes schützen kann. In ersten klinischen Studien werden Mikroalgen zudem auch als Impfstoffproduzenten getestet, z.B. gegen Malaria. Gegen Sonnenbrand kommen Biokatalysatoren aus Blaualgen bereits zum Einsatz, denn dem Algen-Enzym Photolyase ist es zu verdanken, dass die Haut nicht durch UV-Strahlen geschädigt wird.

Für einen ganz anderen Nutzen der Algen interessiert sich die Automobilindustrie: die Gewinnung von Wasserstoff. Schon 1939 entdeckte man, dass manche Mikroalgen Wasserstoff produzieren können. Da Algen zum Wachsen das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre filtern, hat ihr Anbau zudem noch einen positiven Effekt auf die Umwelt. Außerdem entsteht bei der Verbrennung von Wasserstoff kein CO2, sondern nur Wasser. Somit ist Algen-Wasserstoff ein sauberer Energieträger und deshalb als Biokraftstoff interessant. Die Luft- und Raumfahrtindustrie verfolgt ein ähnliches Ziel. In diesem Industriezweig wird die Möglichkeit der Nutzung von Algen-Biomasse zur Herstellung von umweltfreundlichem Kerosin untersucht. Das Verbundprojekt Aufwind führte dazu bereits erste Testflüge mit Algen-Kerosin durch.

Auch im Ruhrgebiet stellt die Algenbiotechnologie ein Forschungsfeld für Wissenschaftler dar. Grundlegende Fragestellungen zur Biochemie, Genetik und Biotechnologie photosynthetischer Mikroorganismen bearbeitet die AG Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter der Leitung von Prof. Happe. Das Team untersucht das Zusammenwirken verschiedener Stoffwechselwege von Mikroalgen und kann ein breites Methodenspektrum zur Erschließung neuer, innovativer Forschungszweige vorweisen.

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WissensNacht Ruhr 2018

Gelungener Auftakt in Herne unter Beteiligung von SolarBioproducts
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Greentech.Ruhr - Ein Netzwerk für die Umweltwirtschaft 2018

SolarBioproducts ist Mitglied im Netzwerk
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WissensNacht Ruhr 2018

SolarBioproducts ist am Programm beteiligt
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Algenforschung in Washington 2018

Leiterin des Herner Projekts SolarBioproducts Ruhr beim Kongress in Amerika
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Teilnahme am 33. Herner Umwelttag 2018

SolarBioproducts beteiligte sich am 33. Herner Umwelttag am 27. Mai 2018 im Gysenbergpark.
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Eröffnung deutsch-chinesisches Labor für Algen-Bioenergie 2018

Forschungskooperation Sigal4NRG
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Wissenschaftlicher  Austausch mit China 2018

Dr. Christina Marx auf Delegationsreise nach Chengdu und Luzhou
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Porträt Dr. Christina Marx 2018

Im Rahmen der RVR-Standortimagekampagne "Stadt der Städte" wurde Dr. Christina Marx in einem Filmclip porträtiert.


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Teilnahme am 33. Herner Umwelttag 2018

SolarBioproducts beteiligt sich am 33. Herner Umwelttag am 27. Mai 2018 im Gysenbergpark.
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Interkulturelles China-Training 2018

SolarBioproducts Ruhr ist Kooperationspartner bei der WFG-Veranstaltung
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Biologische Station Östliches Ruhrgebiet 2017

Bioproducts Ruhr beim Umwelt- und Familienfest
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Kooperation mit China 2017

Wissenschaftliche Kooperation auf dem Gebiet der Algenforschung / September 2017
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Kochkurs 2017

Kochen mit Algen im September 2017
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Projektwoche am Pestalozzi-Gymnasium Herne 2017

zdi-Workshops im Juli 2017
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h2-Netzwerk in Herne 2017

Grüner Wasserstoff für die Zukunft - h2-Netzwerk tagte am 21. Juni 2017 in Herne
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Teilnahme am Tag der Bewegung 2017

SolarBioproducts beteiligt sich am Tag der Bewegung in Essen am 02. Juli 2017.
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Herner Umwelttag 2017

SolarBioproducts beteiligt sich wieder am Herner Umwelttag am 28. Mai 2017 im Gysenbergpark.
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Teilnahme an der Tagung "Wissenschaft im öffentlichen Raum" 2017

SolarBioproducts Ruhr ist Teilnehmer bei der Tagung des Alfried-Krupp-Schülerlabors der Ruhr-Universität Bochum am 17. März 2017
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IraSME & CORNET Partnering Event 2017

SolarBioproducts Ruhr nimmt an der Netzwerkveranstaltung am 31. Januar 2017 teil.
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Teilnahme an CLIB International Conference 2017

SolarBioproducts Ruhr ist Teilnehmer bei der Internationalen Konferenz am 18./19. Januar 2017 in Düsseldorf.
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Beitritt zum Cluster Industrielle Biotechnologie e. V. (CLIB 2021) 2017

Das Projektbüro SolarBioproducts Ruhr ist dem Cluster im Januar 2017 beigetreten.
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Kochen mit Algen ist (k)eine Wissenschaft 2016

Das Projektbüro SolarBioproducts Ruhr kooperiert mit der Kochschule Zurbrüggen.
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Mikrobiologisches Arbeiten an der Realschule Crange 2016

zdi und SolarBioproducts Ruhr vermitteln Schülerinnen und Schülern, wie alltäglich Mikroorganismen sind
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Kooperation mit zdi-Netzwerk MINT Herne 2016

In Kooperation mit SolarBioproducts Ruhr bietet das zdi-Netzwerk MINT Herne einen Kurs "Mikroorganismen" an.
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Herner Projekt experimentiert bei der WissensNacht Ruhr 2016

Unter der Fragestellung „Was haben Algen mit der Zukunft zu tun?“ können große und kleine Forscher in den Alltag eines Naturwissenschaftlers eintauchen und nebenbei viele spannende Details erfahren.
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Algenkochkurs "Natural Food meets Science" am 29. Oktober 2016, 12:00 Uhr - 16:00 Uhr, Kochschule Zurbrüggen

Zurück zur Natur – in diesem Kochkurs werden kreative Koch-Ideen mit einem der ältesten Lebensmittel der Erde kombiniert. Zusätzlich gibt es einen kleinen Exkurs über Algen.
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Herner Wissenschaftlerin präsentiert Forschungsergebnisse in Kyoto 2016

Anlässlich eines internationalen Kongresses zur Algenforschung reiste Dr. Christina Marx, Leiterin von SolarBioproducts Ruhr, nach Asien. Unter dem Thema „Zell- und Molekularbiologie von Grünalgen“ wurden erste Forschungsergebnisse, die mit Unterstützung vom Herner Projektbüro entwickelt wurden, vorgestellt.
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Herner Umwelttag 2016

SolarBioproducts beteiligte sich am Herner Umwelttag am 29. Mai 2016 im Gysenbergpark. Der Stand bot die Möglichkeit, winzige Mikroalgen durch ein Mikroskop zu beobachten. Echte Laborluft konnte außerdem beim Erlernen des Pipettierens - das Handwerkzeug eines jeden Forschers - geschnuppert werden. Das Maskottchen „Grünalge Reinhardt“ stand als Malobjekt für die Kleinen zur Verfügung.

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Kontakt:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Projektleitung, fon: 02323. 9 56 58 63

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Prof. Dr. Thomas Happe, AG Photobiotechnologie RUB

 

Adresse:

Solar Bioproducts Ruhr
c/o Innovations- und Gründerzentren Herne
Westring 303
44629 Herne
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Link:

AG Photobiotechnologie RUB